
Mit steigender Projektgröße wird die Steuerung von Asphaltbaustellen zunehmend komplexer. Mischwerke, Transporte, Bauleitung und Einbaukolonnen müssen täglich unter hohem Zeitdruck zusammenarbeiten. Bereits kleine Abweichungen wirken sich unmittelbar auf Umläufe, Einbauleistung und Baustellenfortschritt aus.
Für Leonhard Weiss stellte sich deshalb zunehmend die Frage, wie sich Asphaltbaustellen über mehrere Niederlassungen hinweg einheitlicher und belastbarer steuern lassen. Viele Abläufe funktionierten stark über Erfahrung, Abstimmung und individuelle Arbeitsweisen. Mit wachsender Komplexität stieg jedoch auch der organisatorische Aufwand – insbesondere bei kurzfristigen Änderungen, Transportkoordination und laufender Baustellensteuerung. Gleichzeitig erhöhte sich die Abhängigkeit von manueller Koordination und personenabhängigen Abläufen, wodurch Prozesse schwerer skalierbar wurden.
Gemeinsam mit Q Point verfolgt Leonhard Weiss bereits seit rund acht Jahren das Ziel, Baustellenprozesse schrittweise zu digitalisieren. Mit dem Upgrade von Q Asphalt auf Q Site wurde im vergangenen Jahr der nächste Entwicklungsschritt umgesetzt: weg von einzelnen digitalen Funktionen, hin zu einer einheitlichen Steuerungsplattform für Planung, Logistik und operative Abläufe.
Mit Q Site führte Leonhard Weiss eine zentrale Plattform ein, über die Taktplanung, Transportkoordination und Baustellenlogistik standortübergreifend gesteuert werden können.
Bauleiter und Poliere erstellen Taktpläne direkt im System, während Projektdaten, Mischanlagenstandorte und Umlaufparameter automatisiert übernommen werden. Dadurch lassen sich Baustellen schneller vorbereiten und Anpassungen einfacher umsetzen.
Zusätzlich wurden Transport- und Telematiksysteme integriert. Spediteure sind entweder über Webfleet angebunden oder arbeiten mittels der TruckBuddyApp direkt mit dem System zusammen. Auch die Kommunikation mit Mischwerken erfolgt direkt über Q Site. Bestellungen werden digital ausgelöst und über offene SiteX-APIs mit weiteren Systemen verbunden.
Die Einführung erfolgte schrittweise während des laufenden Baustellenbetriebs. Parallel dazu wurden Bauleiter und Poliere gezielt geschult, um die neuen Abläufe direkt in die operative Arbeit zu übernehmen.
Mit der Einführung von Q Site verlagerte sich die Baustellensteuerung bei Leonhard Weiss zunehmend von manueller Abstimmung hin zu klar definierten und standortübergreifend steuerbaren Abläufen.
Gerade bei komplexen Asphaltprojekten reduziert dies den organisatorischen Aufwand erheblich. Transportkoordination, Umlaufplanung und Baustellensteuerung können heute strukturierter gesteuert werden, ohne dass Informationen permanent zwischen einzelnen Beteiligten abgestimmt werden müssen.
Darüber hinaus unterstützt die Plattform Leonhard Weiss dabei, Prozesse standortübergreifend besser aufeinander abzustimmen und operative Abläufe konsistenter zu steuern.
Stefan Müller
,Projektbeteiligte
,Leonhard Weiss
Darüber hinaus unterstützt die Plattform Leonhard Weiss dabei, Prozesse standortübergreifend besser aufeinander abzustimmen und operative Abläufe konsistenter zu steuern.
Bereits heute werden bei Leonhard Weiss rund 100.000 Tonnen Asphalt pro Jahr mit digital unterstützten Prozessen abgewickelt. Gleichzeitig sind vier Niederlassungen im Straßenbau an die Plattform angebunden.
Mit der Plattformarchitektur schafft Leonhard Weiss bereits heute die Grundlage für zukünftige Integrationen und eine standortübergreifend skalierbare Baustellenorganisation. Die Lösung ist „QSBW / QAA ready“ und damit auf zukünftige Erweiterungen sowie zusätzliche Integrationen vorbereitet. Die Anbindung an das ERP-System sowie an das digitale Lieferscheinportal sind bereits Teil der weiteren Roadmap.
Key Facts